Nach etwas längerer Abwesenheit hier in meinem Blog möchte ich Euch nun gerne einmal über die Krankheitsentwicklung und den heutigen Stand meiner Erkrankungen berichten und aufzeigen, wie ich mit den beiden Hautkrankheiten umgehe und wie ich diese im Alltag versuche zu behandeln bzw. die Symptome möglichst in Schach zu halten.
Im Jahre 2006 – vor ziemlich genau 6 Jahren – habe ich von meinem Hautarzt die Diagnose Rosazea und Seborrhoisches Ekzem gestellt bekommen. Damals brach für mich – wie sicherlich auch für viele von Euch – eine kleine Welt zusammen, auch wenn es keine bedrohlichen oder gar tödlichen Erkrankungen sind. Dennoch war für mich vor allem die Rosazea-Diagnose ein Schlag ins Gesicht. Durch die Recherche im Internet und die vielen schrecklichen Fotos und Gesundheitsinformationen zur Rosazea habe ich mich damals fürchterlich verrückt gemacht. Der Gedanke daran, dass sich bei mir eine Knollennase entwickeln könnte, hat mir damals in der Anfangszeit keine Ruhe gelassen. Heute kann ich zurückblicken und feststellen, dass meine Befürchtungen völlig überzogen waren. An meiner Gesichtshaut sind beide Erkrankungen zwar nicht völlig spurlos vorbei gegangen, bis auf ein paar kleine, feine sichtbare Äderchen – vor allem im Bereich der Nasenflügel – ist in den 6 Jahren aber nicht viel passiert. Diesen „Erfolg“ führe ich zum Großteil auf meine sehr bewusste und regelmäßige Hautpflege und weniger auf meine Lebensweise zurück, denn die war und ist nicht immer so gesund, wie sie in zahlreichen Rosazea-Ratgebern dringend empfohlen wird (z.B. Verzicht auf Koffein und Alkohol).
Natürlich gibt es bei jedem SE- und Rosazea-Patienten unterschiedliche Schweregrade der Erkrankung. Ich behaupte von mir nicht, dass mich die stärkste Rosazea-Form (Stadium III) getroffen hat und kann daher auch nicht beurteilen, dass meine Hautpflege auch bei schwersterkrankten Rosazea-Patienten zum Erfolg und somit Ausbleiben deutlicher Hautveränderungen geführt hätte. Ich würde mal behaupten, dass ich mich in den gesamten 6 Jahren durchgehend in Stadium II befinde, d.h. regelmäßige Entzündungen (Pusten, Papeln) im Kinnbereich, die phasenweise auch mal längere Zeit ausbleiben.
Gegen die Rosazea
Um das Auftreten von Entzündungen, Rötungen und anderen Symptomen im Vorfeld zu verhindern, achte ich strikt auf folgende Punkte:
- Gesichtsreinigung nur mit lauwarmem Wasser, ohne Seife o.Ä.
- Abtrocknung des Gesichts nie mit dem Handtuch, sondern nur mit Kosmetiktüchern
- Eincremen von Nase und Kinnbereich mit Skinoren Gel 15% – ausnahmslos jeden Abend nach dem Zähneputzen und der Gesichtsreinigung – in Phasen mit schlechtem Hautbild auch morgens
- Gegen größere Entzündungen verwende ich Duac Akne Gel
- Ist ein längerer Aufenthalt in der Sonne geplant (z.B. Radtour, Spaziergang) creme ich zumindest die Nase mit La Roche Posay Anthelios XL mit LSF 50+ ein
- Verzicht auf Rotwein
Gegen das Seborrhoische Ekzem
Gegen das Seborrhoische Ekzem bin ich in der Vergangenheit mal sehr erfolgreich mit einer Ernährungsumstellung vorgegangen, über die ich hier auch schon ausführlich berichtet habe. Aus dort genannten Gründen halte ich diese spezielle Ernährung (Verzicht auf Zucker und Weißmehl) inzwischen aber nicht mehr ein. Heute störe ich mich generell kaum noch am Seborrhoischen Ekzem und wenn mir das Gesicht zu schuppig und rot geworden ist, behandel ich es ein paar Tage lang mit Batrafen Creme.
