Der Sommer geht bekanntlich in seine heiße Phase. Ich möchte Euch daher nicht länger meine Empfehlung bezüglich Sonnenschutz vorenthalten. Jeder, der wissentlich unter Rosazea leidet, weiß natürlich längst, dass Sonneneinstrahlung und insbesondere ein daraus resultierender Sonnenbrand tunlichst zu vermeiden sind. Allerdings heißt das nicht, sich den ganzen Sommer über im schattigen Zimmer einzusperren oder auf den Sommerurlaub zu verzichten. Mit dem richtigen Sonnenschutzmittel begebe ich mich als Rosazea-Patient inzwischen durchaus auch mal schön und ohne schlechtes Gewissen in die Sonne, sei es zu Spaziergängen, Freibadbesuchen oder Radtouren – und gerade bei letzterem lässt es sich bekanntlich nicht immer einrichten, sein Gesicht gänzlich im Schatten zu halten. Ohne Sonnenschutzmittel geht da also gar nix!
Zu Beginn meiner Erkrankung und zu Zeiten, wo mir die Erkrankung Rosazea noch vollkommen unbekannt war, cremte ich mein Gesicht, genau wie den restlichen Körper, mit handelsüblicher Sonnencreme ein. Ein Schutz vor Sonnenbrand war dadurch gegeben, allerdings entwickelten sich durch die fettige Sonnencreme im Gesicht immer wieder Pickel und Entzündungen. Für Akne- und Rosazea-Patienten ist eine normale Sonnencreme also absolut nicht zu empfehlen – das Hautbild verschlechtert sich in den meisten Fällen merklich, was einen Sommerurlaub mit Freunden oder dem Partner schon mal ziemlich vermiesen kann. Man sollte daher generell auf fettige Cremes verzichten und lieber auf ein fettfreies Fluid zurückgreifen.
Mein persönlicher Sonnenschutz-Tipp für Rosazea-Patienten: La Roche-Posay Anthelios XL LSF 50+ Fluid
Ich verwende dieses Sonnenschutzmittel bereits seit einigen Jahren – vor allem auf der stark gefährdeten Nase – und habe selbst bei tagelanger Verwendung bisher noch keine dadurch verursachte Hautentzündung bekommen. Und mit 50+ ist die Sonnenschutzwirkung absolut gegeben, ich bin damit sogar ohne Kopfbedeckung durch die Wüste Arizonas gelatscht und habe nicht mal den Ansatz eines Sonnenbrandes oder einer Hautverschlechterung gespürt. Natürlich sollte man das Sonnenbaden mit Rosazea generell nie übertreiben. Wer “Anthelios XL” im Gepäck hat, kann seinen Sommerurlaub aber weitaus gelassener und relaxter verbringen und muss sich nicht von morgens bis abends übervorsichtig ein schattiges Plätzchen suchen – gerade bei Wanderungen lassen sich einige Sonnenphasen im Gesicht halt einfach nicht vermeiden.
Schöner Zusatz, aber auch fast schon Standard bei Sonnenschutzmitteln, ist die Wasserfestigkeit. Ihr könnt mit dem Mittel im Gesicht also auch mal in den Pool oder ins Meer springen ohne eine Mütze auf dem Kopf zu haben. Erhältlich ist das “La Roche-Posay Anthelios XL LSF 50+ Fluid” in der Apotheke, in Drogerien habe ich es hier bislang noch nicht gesehen. Der Preis ist natürlich entsprechend hoch, da ich es aber ausschließlich im Gesicht verwende, komme ich lange mit einer Flasche aus. Für den Rest des Körpers, also Arme, Beine, Nacken usw., verwende ich normale, günstige Sonnencreme, da an diesen Stellen bei mir keine “Pickelgefahr” gegeben ist. Wer allerdings auch z.B. am Rücken unter starker Akne leidet, sollte hier ebenfalls ein entsprechend mildes Sonnenschutzmittel verwenden. Achtet vor allem auf den Aufdruck “nicht komedogen” – ein Produkt mit dieser Bezeichnung ist nämlich frei von Inhaltsstoffen, die dafür berüchtigt sind, Mitesser zu fördern.
Bei Radtouren, Kanuwanderungen und Co empfehle ich grundsätzlich eine Kappe aufzuziehen um die empfindliche Nase permanent im Schatten zu halten.